Neuer Streitfall - flexibler Unterboden

Im neuen Ferrari ist ein flexibler Unterboden im Einsatz, der sich bei hoher Geschwindigkeit etwas verformt und dem Boliden damit weniger Windwiderstand bietet - demzufolge höhere Endgeschwindigkeit bzw. niedrigerer Spritverbrauch. McLaren Mercedes wollte eine offizielle Bestätigung der FIA, dass der Einsatz solcher Elemente explizit erlaubt wird um die Entwicklung ggf. auch einzusetzen.
Charlie Whiting von der Kommission hat dies verneint, da es prinzipiell zwar nicht den Regeln des Chassisbaus widerspricht wohl aber dem Artikel 3.15 des Reglements, der bewegliche, aerodynamische Hilfsmittel verbietet. Der Unterboden wird damit quasi als beweglicher Flügel eingestuft, der laut Reglement nicht erlaubt ist.
Die FIA hat angekündigt ab den nächsten Rennen spezielle technische Überprüfungen der Chassis vorzunehmen um den Regelverstoß zu unterbinden. Die Ergebnisse des Melbourne Rennens bleiben aber bestehen und sowohl Ferrari als auch BMW haben keine Strafen zu befürchten, da es hier eher um eine Regelauslegung geht als um einen vorsätzlichen Verstoß.
So bleibt fraglich, ob der Vorsprung von Ferrari auf McLaren und Renault bzw. der von BMW auf Honda und Williams nicht wieder dahinschmilzt. Wie man sieht - die Formel 1 ist ständig in Bewegung und das Regelwerk kann offenbar nicht fein genug definiert werden. Die Teams sind kreativ genug neue Lücken zu entdecken.
xkarl - 27. Mär, 20:00
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